
Mikronährstoffe sind essentiell für einen
gesunden Zahnhalteapparat
Das antioxidative Netzwerk schützt das Zahnfleisch
Bei entzündlichen Prozessen entstehen immer auch freie Radikale. Diese werden von ihren Gegenspielern,
den Antioxidantien, daran gehindert Zellstrukturen im umliegenden Gewebe anzugreifen. Ist dieser Prozess
im Ungleichgewicht, führt eine Zahnfleischentzündung langfristig zur Zerstörung des Gewebes und damit zu einer irreversiblen Schwächung des Zahnhalteapparats.
Mittlerweile weiß man, dass bei Parodontitiserkrankungen der antioxidative Status sowohl im Zahnfleischgewebe als auch im Körper aus dem Gleichgewicht gerät. Je schwerer die Parodontitis umso schlechter ist auch der messbare antioxidative Status.
Deshalb ist eine gezielte Zufuhr von speziellen Mikronährstoffen hilfreich. Eine erhöhte Aufnahme
antioxidativ wirksamer Mikronährstoffe sowie wichtiger bioaktiver Pflanzenextrakte wie Cranberry führt zu einer Verbesserung des antioxidativen Status im Gewebe und im Körper. Dadurch wird die unkontrollierte Aktivität der freien Radikale eingeschränkt und Heilungsprozesse gefördert.
Die bedarfsangepasste, gezielte Kombination spezieller Mikronährstoffe ist deshalb ein wesentlicher
Bestandteil einer ganzheitlich orientierten Parodontitisbehandlung.
Die zelluläre Energieversorgung fördert die Regeneration
Jede Zelle braucht Energie. Zur Bereitstellung energetischer Verbindungen, die in den Mitochondrien der
Zelle erfolgt, wird der Mikronährstoff Coenzym Q10 benötigt. Coenzym Q10 ist aber auch ein wichtiges Antioxidans, das bei Entzündungsprozessen vermehrt verbraucht wird. Dadurch sinkt der Gehalt an verfügbarem Coenzym Q10, die Energiegewinnung in den Zellen wird beeinträchtigt und der Zellstoff-
wechsel verlangsamt sich. Bei entzündlichen Zahnfleischerkrankungen kann dies langfristig zu einer energetischen Verarmung des betroffenen Gewebes führen. Dadurch ist die Widerstandskraft der Zellen geschwächt und die Regenerationsfähigkeit des Gewebes beeinträchtigt.
Um den Coenzym Q10- Status im Gewebe zu verbessern und die Regenerationsprozesse zu fördern kann dieser Mikronährstoff in einer flüssigen Form direkt auf das Zahnfleisch aufgetragen werden. Aber auch der Weg über das Magen-Darm-System und die Blutbahn ist möglich.
Mikronährstoffe zur Stärkung von Knorpel und Knochenstrukturen
Jeder Zahn ist durch den Zahnhalteapparat gut in den Gebissstrukturen verankert. Mit zunehmendem Alter wird der Halteapparat aber durch natürliche Abbauprozesse geschwächt. So kann eine abnehmende Knochenmasse im Kieferbereich eine Lockerung der Zahnhalterung bewirken.
Auch Implantate benötigt eine tragfähige Knochenstruktur, weshalb in vielen Fällen spezielle Maßnahmen zum Knochenaufbau (Augmentation) mit Knochenersatzmaterial oder speziellen Techniken notwendig werden. Ausgewählte Mikronährstoffe können das Einheilen dieser Materialien sowie das Einheilen der Implantate unterstützen und fördern. Mikronährstoffe wie Calcium, Vitamin D, Kupfer oder Mangan sind für starke, stabile Knochen notwendig. Chondroitin und Glukosamin tragen zur Erhaltung von Knochen, Knorpeln, Sehnen und Bändern bei. Eine gezielte Zufuhr der benötigten Mikronährstoffe ist eine wichtige Vorsorge zur Erhaltung und zum Aufbau einer gesunden Zahnverankerung.